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 Betreff: Kastration bei Hunden.. 12.07.2010 21:36:40 
Anles
Mitglied seit: 17.06.2010 18:30:00
Beiträge: 5
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Mich beschäftigt die Frage, wann man eine Hündin am Besten kastrieren kann. Einige sagen, dieses schon vor der ersten Läufigkeit zu tun, andere befürworten es erst danach zu tun.

Worin besteht denn der Unterschied?

Kann jemand etwas genaueres dazu sagen? Bisher habe ich noch keine plausiblen Begründungen für beide Alternativen gefunden.

Gruß
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 Betreff: Aw: Kastration bei Hunden.. 17.07.2010 15:06:10 
Anles
Mitglied seit: 17.06.2010 18:30:00
Beiträge: 5
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Ich habe letztens einen Artikel, von Tierärzten geschrieben, gelesen, in dem es kurz und knapp um das pro und contra der Kastration bei Hündinnen ging.

Bei Hündinnen gibt es folgende Gründe für eine Kastration: die Unfruchtbarkeit, das Verhindern der Läufigkeitssymptome sowie der evtl. Scheinträchtigkeit, Gebärmuttererkrankungen, Eierstockerkrankungen, Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes) sowie Verhaltensprobleme (Aggression bei Scheinschwangerschaft) und vorbeugend zur Vermeidung von Gesäugetumoren und Erkrankungen der Geschlechtsorgane.

Weiter wurde beschrieben, dass es auch für die Hundehalter eine Erleichterung sein kann, wenn die Hündin nicht mehr läufig wird. Es falle der Läufigkeitsausfluss weg, genauso wie die häufigen Verhaltensveränderungen während der Läufigkeit.

Der Artikel beschrieb auch, dass der zuständige Tierarzt vor dem Eingriff den Hund gründlich untersuchen solle, welches für mich eine Selbstverständlichkeit ist!

Allerdings können bei einer Kastration auch Nebenwirkungen auftreten, die jeder für sich abwägen solle. Häufig käme es in Folge der Kastration zu Harninkontinenz (die durch geeignete Medikamente aber in den Griff zu bekommen sei), Fellveränderungen, Stoffwechselumstellung und Atrophie der Scheide und Scheidenentzündung. Allerdings sei die Harninkontinenz (Hündin verliert unkontrolliert Urin) die häufigste Nebenwirkung. Es bestehen Rassedispositionen, über die der Tierarzt Auskunft geben kann.

Zuletzt geht es um den Zeitpunkt der Kastration. Die Kastration vor der ersten Läufigkeit werde häufig als Propylaxe von Gesäugetumoren gemacht, da hier das Risiko von Geäugetumoren auf ein Minimum reduziert werden könne. Nach der dritten Läufigkeit gebe es keinen Unterschhied mehr in der Häufigkeit des Auftretens von Gesäugetumoren.

Tierärzte raten aus verhaltentherapeutischer Hinsicht davon ab, sehr kindliche, extrem jugendliche und verspielte Hündinnnen vor der ersten Läufigkeit zu kastrieren.

Ich hoffe, dass diese kurze Zusammenfassung des Artikels für einige hilfreich bei der Entscheidung sein kann. Ich selbst habe mich dazu entschlossen meine agile und verspielte Hündin nach der ersten Läufigkeit kastrieren zu lassen.

Lieben Gruß an alle Hundebessitzer
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